Titus Meier wird nicht Stadtrat

Der in den Brugger Stadtrat gewählte Titus Meier (FDP) hat noch vor Amtsantritt seine Demission eingereicht. Im Wahlgang für den Stadtammann vom 26. November war Meier Barbara Horlacher (Grüne) unterlegen. Am 4. März 2018 kommt es somit zu einer Ersatzwahl in den Stadtrat Brugg.

von
Stefan Haller

04. Dezember 2017
16:45

0 Kommentare

«Es gibt leichte und schwere Entscheidungen ,und nach dem letzten Wahlsonntag stand ich vor einer, die unzweifelhaft in die letzte Kategorie fällt», schreibt Titus Meier in seiner Mitteilung an die Medien. Wie bereits während des Wahlkampfes erwähnt, bestehe eine rechtliche Unvereinbarkeit mit seiner aktuellen beruflichen Situation und dem Amt als Stadtrat. Er habe deshalb schon während des Wahlkampfes kommuniziert, dass er im Falle einer Nichtwahl als Stadtammann als Stadtrat demissionieren müsste, hält Titus Meier fest.

Von verschiedenen Personen aus unterschiedlichen politischen Lagern sei er gebeten worden, seinen Entscheid noch einmal zu überdenken, so Titus Meier weiter. Nach einer Woche Bedenkzeit kam er nun jedoch zum Schluss, dass er aus Rücksicht auf seine Familie als Stadtrat demissioniere. Titus Meier schreibt: «Wer mich kennt, weiss, dass mir der Entscheid alles andere als leicht gefallen ist.» Als „Animal politique“ interessierten ihn die Aufgaben und Herausforderungen der Politik, und er habe sich in seinem bisherigen aktiven politischen Wirken unzählige Stunden für das Gemeinwesen eingesetzt.

Meier betont: «Ich habe dies immer gern getan und werde dies auch weiterhin gerne tun, allerdings im Moment nicht in der Exekutive der Stadt Brugg. Es gibt Augenblicke im Leben, da müssen die Prioritäten zu Gunsten der Familie gefällt werden.» Der 36-Jährige dankt allen Wählerinnen und Wähler, die ihm ihr Vertrauen geschenkt und ihn als Stadtrat und/oder Stadtammann gewählt haben. Meier verspricht: «Ich werde mich weiterhin als Einwohnerrat und Grossrat für die Stadt und die Region Brugg einsetzen.» Die Gemeindeabteilung wurde von der Demission heute Montag, 4. Dezember, in Kenntnis gesetzt. Diese ist noch nicht bestätigt. Es sollte sich jedoch dabei um eine formelle Angelegenheit handeln.

Nun präsentiert sich eine spannende Ausgangslage für den Ersatzwahlgang am 4. März 2018. Es kann davon ausgegangen werden, dass verschiedene Parteien ihre Ansprüche anmelden werden und mögliche Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen schicken, darunter die FDP, die SP und womöglich auch die CVP. Sein Interesse bereits kommuniziert hat der Parteilose Richard Fischer, der bereits am ersten Wahlgang teilgenommen hat.

Impressionen der Wahlfeier von Titus Meier

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Kommentar erstellen

«Jede Rolle zählt»

Armand Rudolf von Rohr hielt ein Referat über Ökologie und erzählte, wie er vom... Weiterlesen

«Wenn nicht jetzt, wann dann?»

René Marti und Denise Waglechner haben ihre erfolgreichen Berufskarrieren an den... Weiterlesen

boulevard

Auf einen Glühwein im Dorfkern

Der Guggerplatz ist zum «Adväntsdörfli» geworden. Für den Auftakt in die... Weiterlesen 0 Kommentare

region

Bastian rockte den Campussaal

Ein vorweihnachtlicher Abend, zwei mitreissende Bühnenacts, drei köstliche... Weiterlesen 0 Kommentare

region

Krokus, Freddy Mercury und Co.

Tontechniker Harald Zindel hatte mit den ganz Grossen der Musikindustrie zu tun... Weiterlesen 0 Kommentare