Warum kräht der Hahn um Mitternacht?

Die Theatergruppe Scherz zeigt Ende Februar ein neues Stück. Darin wird aus nachbarschaftlicher Freundschaft wegen des Nachtlärms eines Hahns Feindschaft, und es kommt zu einer Klage wegen Ruhestörung.

Anna droht ihrem Mann Xaver mit dem Wallholz, beobachtet von der Nachbarin Heidi
Anna droht ihrem Mann Xaver mit dem Wallholz, beobachtet von der Nachbarin Heidi (Bild: ci)

von
Lorenz Caroli

11. Februar 2018
09:00

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Ende Februar geht die 29. Produktion der Theatergruppe Scherz auf die Bühne. Zum vierten Mal führt Christian Meyer die Regie. Seit 28 Jahren ist er Mitglied der Theatergruppe. Begonnen hat er als Schauspieler. Trotz unregelmässiger Arbeit als Lokomotivführer kann er seine Leidenschaft im Theater ausüben. Seit September proben die zwölf begeisterten Schauspieler und Schauspielerinnen die turbulente Komödie «De Güggelchrieg». Bis zur ersten offiziellen Aufführung Ende Februar werden es über 40 Probetage sein. Das Lustspiel in drei Akten von Ulla Kling wurde von Martin Willi für die Bedürfnisse der Theatergruppe Scherz überarbeitet. Bis sie mit 39 Jahren ihr erstes Bühnenwerk verfasste, war sie eine grossartige Schauspielerin, die das Publikum zum Lachen brachte.


Theaterhandlung

Das Stück spielt bei den beiden Familien Müller und Schmid im Bauerndorf Scherz. Früher waren die Familien befreundet. Die zweite Tochter Müllers, Vroni, ist die Freundin von Simon, dem Sohn der Nachbarn. Seit einiger Zeit wird Anna Schmid durch das Krähen des Nachbars Hahn jeweils um Mitternacht vom Schlaf abgehalten. Grobe Zwiegespräche zwischen den beiden Nachbarsfrauen ­lösen das Problem nicht. Wegen Nachtruhestörung klagt Anna die Nachbarin Heidi ein. Das Krähen verbittert sie so stark, dass sie ihrem Mann die geliebte Omelette nicht machen kann. Die Nachbarin hingegen ist bereit, seinen Wunsch zu erfüllen, und so verschwindet er im Haus der Nachbarn. Das akzeptiert Anna nicht und macht eine Scheidungsklage. Ungewöhnliche Wörter werden ausgetauscht. Lustige Formulierungen wie Gewitterhexe bekommt man zu hören. Der Hahn soll verschwinden. Natürlich ist die verwitwete Güggelbesitzerin Heidi damit nicht einverstanden. Die Polizei wird eingeschaltet, und die Bezirksrichterin soll den Streit schlichten. Diese beauftragt einen Tierpsychologen, der mit seinen Untersuchungen dem Grund des Krähens näherkommt.

Am Schluss kommt es zu einem Happy End. Kann eine oder mehr als eine Hochzeit gefeiert werden? Wie wird das Problem des Krähens um Mitternacht gelöst? Wird die Scheidungsklage zurückgezogen? Was ist die Rolle des Tierpsychologen? An den fünf Vorführungen können die Zuschauer und Zuschauerinnen den Fortgang und das Ende der Geschichte erfahren.

Vor und nach den Aufführungen werden warme Speisen serviert. Vorverkauf: Mo–Fr von 18 bis 20 Uhr, unter 076 739 06 75 oder unter tgscherz.reservation@gmail.com.


Freitag, 23., und Samstag, 24. Februar Freitag, 2., und Samstag, 3. März jeweils 20 Uhr
Sonntag, 25. Februar, 14 Uhr
Turnhalle Scherz

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