Theater und noch ein bisschen mehr

Ein exzentrischer Künstler, eine fettleibige Lottomillionärin und die männerhungrige Adlige auf der Schnägge-Bühne in Neuenhof. «Jubel, Trubel und Eitelkeit» sind unvermeidlich.

Volle Konzentration – die Proben verlaufen gut. Bald gehts los, und das Lampenfieber steigt
Volle Konzentration – die Proben verlaufen gut. Bald gehts los, und das Lampenfieber steigt (Bilder: isp)

von
Isabel Steiner Peterhans

09. Februar 2018
09:00

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Aufführungsdaten

Samstag, 3. März, 20 Uhr, Premiere
Sonntag, 4. März, 17 Uhr
Samstag,  10. März, 20 Uhr
Sonntag, 11. März, 17 Uhr
Freitag, 16. März, 20 Uhr
Samstag, 17. März, 20 Uhr


Katholisches Pfarrheim, Neuenhof
Warme Küche: bei Türöffnung 
www.sbn.ch 

Schnägge-Bühne-Neuenhof nennen sie sich. Aber mit dem gemächlichen Lebewesen aus der Weichtierfamilie und dem eigenen Häuschen auf dem Rücken haben die umtriebigen Laienschauspieler eigentlich gar nichts gemeinsam. «Bei uns geht immer die Post ab», bestätigt Urs Oppliger, Regisseur und ebenfalls Mitglied der neunköpfigen Truppe. Stimmt. Die Theaterleute sind in den vergangenen Jahren ziemlich rasant unterwegs. Nix da mit gemütlich. Pünktlich zum Frühlingsanfang liefern sie jeweils witzige Bühnenstücke ab und begeistern so seit Jahren eine grosse Fangemeinde. «Unser Vereinsname Schnäggebühne-Neuenhof hat wohl eher etwas mit der Ortsbezeichnung für Neuenhof zu tun», klärt Oppliger augenzwinkernd später auf. 

  • Urs Oppliger führt bereits zum zweiten Mal Regie
    Urs Oppliger führt bereits zum zweiten Mal Regie
  • Helga Baumann spielt die Alexia von Falkenstein, eine Adelige
    Helga Baumann spielt die Alexia von Falkenstein, eine Adelige

Zu einer Familie geworden

Die Würenloserin, Helga Baumann, die im Stück Alexia von Falkenstein, eine Adlige, spielt, bringt es auf den Punkt, als sie ihre Schauspielmotivation umschreibt. «Seit acht Jahren schon wirke ich bei der Schnägge-Bühne-Neuenhof mit. Für mich ist das weit mehr als bloss Theater spielen, hier kann ich in eine andere Rolle schlüpfen. Zudem musste ich lernen, laut zu sprechen, was sich anfangs für mich als eine echte Herausforderung erwiesen hat.» Man spürts definitiv, das Schnäggebühneteam sind weit mehr als bloss Theaterbegeisterte, inzwischen sind sie zu einer Familie zusammengeschweisst.


Eine heiter-fröhliche Komödie

Auch für das diesjährige Bühnenstück haben sich die Theaterleute wieder für eine heiter-fröhliche Komödie entschieden. Eine kriminalistische Komödie mit viel Wortwitz, Situationskomik und unglaublich lustigen Charakteren. Der Heiratsschwindler Moritz Engel (Matthias Steiner) wird von Auftragskillern verfolgt, weil er die Tochter ­eines reichen Imbissketten-Besitzers ausgenommen hat. Deshalb flüchtet er in die Schönheitsklinik Schwanensee, um sich hier «unkenntlich» machen zu lassen. Ob das wohl gut ausgeht. Der skrupellose Schönheitschirurg Roland Podolski erhofft sich, seine Karriere zu beschleunigen. Doch dieser Plan droht natürlich nach hinten loszugehen. So nimmt das Desaster seinen Lauf, und die Zuschauer werden Zeugen eines amüsanten Durcheinanders! Die turbulente Drei-Akter-Kömodie von Winnie Abel, in schweizerdeutscher Bearbeitung von Etienne Meuwly, hats in sich. Und die Schnäggebühne-Neuenhof mit ihrem diesjährigen Stück «Jubel, Trubel, Eitelkeit» mutiert definitiv zu einer Turbo-Schnäggebühne. 

Ausschnitt aus dem Theaterstück

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