Kulinarische Reise durch Vindonissa

Am Sonntag fand zum dritten Mal das Vindonissapark-Fest statt. Eine Reise durch die Esskultur von Antike, Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert.

Legionärsbrötchen – von Hand gefertigt, auf dem Feuer gebacken
Legionärsbrötchen – von Hand gefertigt, auf dem Feuer gebacken (Bilder: sit)

von
Saskia Iten

10. Oktober 2017
10:20

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Das Vindonissapark-Fest 2017 zog zahlreiche Besucher aus nah und fern an. Verschiedene Stationen animierten dazu, selbst aktiv zu werden und die Esskultur von Antike bis Mittelalter kennenzulernen. Eindrücklich wurde demonstriert, mit welchem Luxus wir heute konfrontiert sind. In der Antike stammte das Mehl noch nicht aus dem Lebensmittelgeschäft: Das Korn wurde mit handangetriebenen Instrumenten gemahlen, das Brot über dem offenen Feuer gebacken. Der Wein wurde aus menschlichem Antrieb produziert: Das Traubengut musste mit nackten Füssen gestampft werden. Schuhe aus, Socken weg und rein in das Holzfass: Dieses Erlebnis blieb den mutigen Besuchern am Vindonissapark-Fest nicht vorenthalten. Wer sich vor verfärbten Füssen fürchtete, der liess seine Sinne am Degustationsstand lieber von dem süsslichen Römerwein betören. 

  • Im Mittelalter gab es rund 130 Fastentage. Die Köchinnen servieren Getreidebrei
    Im Mittelalter gab es rund 130 Fastentage. Die Köchinnen servieren Getreidebrei

Festschmaus mit Agnes

Trauben, Brot, Wein, exotische Gewürze, Fleisch: Wenn Königin Agnes zu Tische lud, war die Tafel stets reichlich gedeckt. Zu Agnes Zeiten war die Esskultur ein Zeichen des Wohlstands. Wer an einem Festschmaus teilnehmen wollte, der musste sich darum bemühen. So war es im Mittelalter – und demnach auch am diesjährigen Vindonissapark-Fest. Bogenschiessen, Brötchen backen, Trauben stampfen, Gemüse rüsten oder an der Saftbar den eigenen Charaktertyp bestimmen lassen: Für jede Aktivität konnten die Besucher Punkte sammeln. Wer sich fünf Punkte verdient hatte, der durfte dem Festschmaus beiwohnen und den Geschichten von Agnes und ihren Brüdern lauschen. 

Die Stiftung Vindonissapark bemüht sich darum, Archäologie, Geschichte und Kunstgeschichte verständlich weiterzuvermitteln. An verschiedenen Veranstaltungen können die Besucher in eine Welt der Römer und Habsburger eintauchen und mehr über diese längst vergangene Epoche erfahren. Dabei solle stets das persönliche Erlebnis im Vordergrund stehen, betonen die Organisatoren. Das Vindonissapark-Fest gehört zum aktuellen Jahresprogramm von Museum Aargau, dass sich dem Thema «Kaiser, Könige und Königin» widmet. Das Kloster Königsfelden ist einer von sieben ausgewählten Schauplätzen, an denen Geschichten um Kampf, Macht und Reichtum weitervermittelt werden.

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