«Komm mit nach Varasdin»

Am 21. Oktober findet die Premiere der Operette «Gräfin Mariza» in Möriken-Wildegg statt. Die Proben für das Stück von Emmerich Kálmán sind in vollem Gange.

Fürst Moritz Dragomir Populescu (Niklaus Rüegg), Gräfin Mariza (Andrea Hofstetter), Lisa, Schwester von Graf Tassilo (Anna Gössi) und Baron Kolomán Zsupán (Jan-Martin Mächler)
Fürst Moritz Dragomir Populescu (Niklaus Rüegg), Gräfin Mariza (Andrea Hofstetter), Lisa, Schwester von Graf Tassilo (Anna Gössi) und Baron Kolomán Zsupán (Jan-Martin Mächler) (Bilder: zVg)

von
Andrina Sarott

10. Oktober 2017
14:00

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Die Abendstimmung auf der Fahrt nach Möriken-Wildegg ist fast kitschig. Der Himmel ist blauviolett verfärbt, und der Fast-Vollmond strahlt hell über dem Schloss Wildegg. Auf dem Parkplatz des Gemeindesaals Möriken angekommen, ist bereits die Nacht eingebrochen. Doch der moderne Saal ist hell erleuchtet. 


Bekannte ungarische Melodien

Um 19.30 Uhr starten die Proben für das Stück «Gräfin Mariza» unter der Leitung des Regisseurs Thomas Dietrich. Es erklingen bekannte Lieder wie «Komm mit nach Varasdin» oder «Komm, Zigan», welche die Zuhörer sofort mitsingen oder mitwippen lassen. «Diese bekannten ungarischen Melodien und flotten Rhythmen sind auch Gründe, warum wir uns in diesem Jahr für das Stück ‹Gräfin Mariza› entschieden haben. 2013 haben wir zum ersten Mal eine Operette des ungarischen Komponisten Emmerich Kálmán aufgeführt, welche beim Publikum sehr beliebt war. Daran möchten wir nun anknüpfen», erzählt der Präsident des Operetten-Vereins, Daniel Angelini.


In der Region verankert

In den Hauptrollen sind dieses Mal Andrea Hofstetter (Gräfin Mariza), Niklaus Rüegg (Fürst Populescu), Raimund Wiederkehr (Graf Tassilo von Endrödy-Wittemburg), Anna Gössi/Christa Fleischmann (Lisa, Graf Tassilos Schwester) und Jan-Martin Mächler (Baron Kolomán Zsupán, Gutsbesitzer aus Varasdin). Für die Choreografie ist zum ersten Mal Nora Bichsel zuständig. Viele Mitwirkende, vor allem des Chors und Orchesters, stammen aus der Region oder wohnen in der Gegend. Der Verein ist hier gut verankert und über die Kantons- und gar Landesgrenzen hinaus bekannt.

  • Gräfin Mariza und Graf Tassilo von Endrödy-Wittemburg (Raimund Wiederkehr)
    Gräfin Mariza und Graf Tassilo von Endrödy-Wittemburg (Raimund Wiederkehr)
  • Dirigent Bruno Leuschner probt mit dem Chor
    Dirigent Bruno Leuschner probt mit dem Chor
  • Regisseur Thomas Dietrich gibt Anweisungen
    Regisseur Thomas Dietrich gibt Anweisungen

Dreifaches Jubiläumsjahr

Die Stimmung im Saal ist fröhlich und familiär. Dies nicht zuletzt, weil die Mitwirkenden immer wieder gerne nach Möriken kommen, um die Operette mitzugestalten, sondern auch weil dieses Jahr ein besonderes ist. Der Operetten-Verein Möriken-Wildegg feiert sein 90-jähriges Bestehen. Und seit 50 Jahren werden im Zweijahresrhythmus Operetten auf die Bühne gebracht. Das sind gleich zwei Jubiläen auf einmal. Zudem feiert die Gemeinde Möriken-Wildegg das 725-Jahr-Jubiläum. «Darum wollten wir 2017 etwas Spezielles präsentieren. Das Orchester, unter der Leitung von Bruno Leuschner, besteht bei diesem Stück nur aus Streichern und Piano. In dieser Form wurde die ‹Gräfin Mariza› in der Schweiz erst ein einziges Mal aufgeführt. Es ist also etwas Aussergewöhnliches», meint Angelini.


Operette Möriken-Wildegg

«Gräfin Mariza» von Emmerich Kálmán

Gemeindesaal, Möriken

21. Oktober bis 3. Dezember

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