Im Namen des Friedens

Die Primarschüler der Schule Dohlenzelg Windisch präsentieren in der katholischen ­Kirche das Musical «The Peace Child».

Die Lieder werden konzentriert eingeübt und mit Soloeinlagen ausgeschmückt
Die Lieder werden konzentriert eingeübt und mit Soloeinlagen ausgeschmückt (Bild: sit)

von
Saskia Iten

13. April 2018
09:00

Es gibt Szenen, da sitzen Gesang, Mimik und Gestik schon perfekt. Die Konzentration der Schulkinder, die in der Aula des Schulhauses Dohlenzelg Windisch versammelt sind, ist hoch. Dann plötzlich, wie aus dem Nichts, folgt ein kleiner Textpatzer. «Nochmal», meldet eine erwachsene Stimme – und die Szene wird wiederholt. Rund 80 Primarschulkinder im Alter von der dritten bis sechsten Klasse üben am Mittwochmorgen das afrikanische Musical «The Peace Child». 

Alles in Englisch, wohlverstanden. Damit an der Aufführung aber alle Zuschauer der Geschichte folgen können, ist die Haupthandlung in die deutsche Sprache übersetzt worden. Geleitet wird das Projekt von den Lehrerinnen Katie Rauber Mona­ghan, Co Streiff, Theresa Delay, Jeannette Delz und Susanne Schafflützel.

 

Ein Kind sorgt für Frieden

Das Thema Frieden begegnet uns überall. In den Zeitungen, im Fernsehen, in Büchern. Frieden steht auch im Mittelpunkt des Musicals «The Peace Child». Die beiden im afrikanischen Mambica lebenden Völker «Sotongi» und «Wannakeekee» verabscheuen sich nämlich bis aufs Blut. Der Hass wird so stark, dass ein Kriegsausbruch droht. 

Dieser wird im letzten Moment verhindert: dank dem Friedenskind, das dem Musical auch seinen Namen verleiht. 

 

Spielerischer Unterricht

Seit Januar proben die Primarschulkinder innerhalb und ausserhalb des Englischunterrichts intensiv für die beiden Auftritte am 26. und 27. April. Singen, Tanzen und in die Rolle eines anderen Charakters schlüpfen: Das Theaterprojekt ist in vielerlei Hinsicht eine Chance. Einerseits können die Kinder eine Fremdsprache praktizieren, andererseits lernen sie, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.

Die Szenen werden durch musikalische Gesangs- und Tanzeinlagen ausgeschmückt. Manche Lieder sind eher ruhig und sanft, andere wiederum mehrstimmig, laut und reisserisch. «Das Musical eignet sich sehr gut für den angewandten Englischunterricht, ohne die Schulkinder zu überfordern», erklärt Englischlehrerin Katie Rauber Monaghan. Das Projekt scheint allen Beteiligten sichtlich Spass zu machen und zeigt auch schon Wirkung: Die Kinder geben ihre Sprachtexte in erstaunlich gutem Englisch wieder. 

Nur hier und da wird noch an der Ausdrucksweise, an Bewegungen und Einsätzen gefeilt – damit an den Stichtagen alle Zuschauer in eine friedvolle, spannungsgeladene Atmosphäre entführt werden können.

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