Frisch gewandet in die Zukunft

Es wäre wieder mal Zeit für etwas anderes, dachten sich die Mitglieder der Brugger Konfettispalterzunft. Sie kreierten und nähten auch selbst ein neues Zunftgewand. Passend zu ihrem 40-Jahr-Jubiläum. Heute ist es zum ersten Mal öffentlich zu sehen.

So sieht es aus, das neue schmucke Zunftgewand

von
Stefan Haller

24. Januar 2016
06:17

1 Kommentare

Heute beginnt für die Konfettispalter quasi eine neue Zeitrechnung,  jedenfalls in gewandtechnischer Hinsicht. Ab der Fasnacht 2016 haben die Konfettispalter ein neues, buntes Innenleben. Das reine Schwarz-weiss der Zunftgewänder, das während 40 Jahren Bestand hatte, wird nämlich ergänzt durch ein rotes Mantelfutter bei den Damen und durch ein blaues bei den Herren der Zunft.

Mit besonderem Stolz trug Zunftmeister Hugo Schmid das neue Gewand. Man muss sagen: Es steht ihm vorzüglich, genauso wie sein Hut, der allerdings nicht neu ist, sondern «nur» mit einem weissen Band aufgefrischt wurde. Chapeau! Hugo Schmid sucht nach wie vor nach einem Nachfolger für das wichtige Amt des Zunftmeisters. Es bleibt zu hoffen, dass jemand in seine Fussstapfen tritt, ansonsten wäre der Fortbestand der Brugger Fasnacht ab dem kommenden Jahr wohl akut gefährdet!

Bei Hans Marksteiner, er ist unüberhörbar ein gebürtiger Basler, war das ganz anders. Als zweiter Zunftmeister der Konfettispalter, der das Amt einst von Hermann Hediger übernahm, erinnert er sich an Zeiten, wo die Zunft bis zu 80 Mitglieder zählte. Heute sind es knapp 20.

Hugo Schmid und Hans Marksteiner (v.l.n.r.)

 

Auch Paula Keller-Bussmann denkt mit Wehmut an früher. Sie ist seit 38 Jahren bei den Konfettispaltern Mitglied und damit eine der Dienstältesten. Als Urgestein der Brugger Fasnacht half Paula Keller jeweils die in den 1970/80er Jahren legendären Maskenbälle für Kinder und Erwachsene in der Hallwyler-Turnhalle zu organisieren. Sie erinnert sich, wie sich jeweils alle Helfer nach Ball-Ende um 4 Uhr morgens zum Frühschoppen in den «Scharfen Eck» begaben, um sich mit einer Suppe zu stärken. Paula ist Fasnächtlerin seit Kindesbeinen. In Grosswangen im Luzerner Hinterland aufgewachsen, war sie einst Mitglied der dortigen Säulizunft.

An die «guten alten Zeiten» erinnert sich auch Thomas «Steini» Steinhauer nur zu gut. Er ist zwar nicht mehr in der Zunft aktiv, aber seine Beiz, die er mit Freunden zusammen an der Fasnacht (und auch am Jugendfest) betreibt, wäre nicht aus Brugg wegzudenken!

Paula Keller und Thomas Steinhauser

Kommentare (1)

  1. Hugo Schmid
    Hugo Schmid am 12.02.2016
    Liebes Redaktionsteam

    Ganz herzlichen Dank für den grossartigen Artikel, das Sponsoring und die Bilder über die Brugger Fasnacht 2016!

    Der (noch)Zunftmeister
    Hugo Schmid
    Antworten

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