«Alles erfunde»: Das gibt Theater!

Ab Freitag, 10. November heisst es in der Mehrzweckhalle Birr wieder: Vorhang auf für die diesjährige Vorführung der Theatergruppe Birr.

Die Theatergruppe Birr steht bald mit der diesjährigen Aufführung «Alles erfunde» auf der Bühne
Die Theatergruppe Birr steht bald mit der diesjährigen Aufführung «Alles erfunde» auf der Bühne (Bild: sit)

von
Saskia Iten

18. Oktober 2017
09:00

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Ein durchgeknallter Erfinder, ein liebesgequälter Gemüsehändler und eine angebetete Frau, die den Er­findungen ihres Bruders nicht so recht trauen und den Liebeserklärungen ihres Verehrers nicht nachkommen kann. Alles erfunden? Mitnichten! Ein Einblick in die Probe der Theatergruppe Birr zeigt: Dieses Jahr dürfen sich die Zuschauer wiederum auf ein unterhaltsames Stück freuen. Regisseurin Uschi Riedweg erläuterte: «Wir wollen Spass am Theater haben und den Leuten eine Vorführung auf hohem Niveau bieten.» Damit dies funktioniert, proben die erfahrenen Laienschauspieler seit Anfang August regelmässig. «Schliesslich wollen wir unsere Rollen nicht nur spielen – wir wollen sie leben und verkörpern», so Riedweg.

Alles muss passen

Das erfinderische Flair von Haupt­figur Thomas Studacher färbte sich während den Theaterproben scheinbar auch auf die Theatergruppe Birr ab. So wurde das Bühnenbild mit diversen Kleinigkeiten aufgepeppt. Seien es die bunten Kleider oder der knallrote Nagellack an den Händen der Modepuppe – jedes Detail wurde liebevoll ausgearbeitet. Schliesslich rundet die sorgfältig ausgewählte Möblierung die ganze Szene ab. Diese werde seit Jahren von einem Brugger Möbelgeschäft gesponsert, so Riedweg. Bis zu den Aufführungen müssen Text, Ton und Dramaturgie perfekt sitzen. «Unsere Theatergäste wissen unterdessen, was sie von uns erwarten können. Die Ansprüche sind hoch», betonte die 
Regisseurin.


Aktuell und witzig

Schon einmal einer fahrbaren Raketenabschussrampe mit Düsenantrieb oder einem automatischen Papagei mit Sprechvorrichtung begegnet? Oder von einem so liebevollen Kose­namen wie Broccoli gehört? «Alles erfunde» ist ein witziger Schwank in drei Akten, der auch schon vom bekannten Schweizer Schauspieler Erich Vock aufgeführt wurde. Die Gefühle begeben sich für eine Theaterauszeit auf Wellengang: Schwärmerei, Zank, Leidenschaft und Missverständnisse halten das Publikum auf Trab. Die Handlung des Stücks ist nicht nur witzig – sie ist auch äusserst aktuell. In einer Zeit der Digitalisierung passt ein Roboter nur zu gut ins Konzept. Doch wenn die Schwester des Erfinders im Stück «Alles erfunde» den experimentellen Fähigkeiten ihres Bruders nicht so recht vertraut: Sollten dies die Theatergäste wirklich tun?

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