Natur pur am «Moschtitag»

Wie entsteht Apfelsaft? Welche Vogelarten gibt es? Und: Welche Bedeutung haben Hochstamm-Obstgärten für die Natur?

Elia Biland
Elia Biland (Bilder: sit)

von
Saskia Iten

17. Oktober 2017
09:15

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Bernhard Barmet ist Vorstandsmitglied der Landschaftskommission Brugg. Er erklärt: «Immer mehr natürliche Flächen gehen verloren. Deshalb ist es wichtig, die bestehenden Flächen aufzuwerten. Ein gutes Landschaftsbild kombiniert zwei wichtige Aspekte: Es ist ökologisch und wertvoll». Dieser Ansicht pflichtet Bernhard Herzog, Vorstandsmitglied von Birdlife Brugg, bei. Er ergänzt: «Mit den Landschaftsschutzzonen schwinden auch die vielen Vogelarten». Ziel sei es, zwei früher lokal gängige Vogelarten, namentlich den Gartenrotschwanz und den Wendehals, wieder in das Gebiet Unterhag zurückzugewinnen. 


Natur verbindet

Als Mitglied des Vogelschutzvereins Brugg ist Doris Jansen gemeinsam mit Enkelin Inga Breitung an den «Moschtitag» gekommen. Doris Jansen ist eine äus­serst naturbezogene Person und will dieses Bewusstsein auch an ihre Enkelin weitergeben. Soeben versuchen die beiden mit vereinten Kräften, die an einem Baum aufgehängten Vogelbilder nach Art zu bestimmen. «Gar nicht so einfach», stellt Enkelin Inga lächelnd fest. Marianne Keller wohnt ganz in der Nähe des Hochstamm-Obstgartens und hört die hier ansässigen Vögel täglich zwitschern. Sie findet es gut, dass es Anlässe wie den «Moschtitag» gibt. Das Engagement für Natur und Vögel schätzt sie sehr. «Wir müssen zu unserer Natur Sorge tragen», findet sie. Ihr Mann schaut sich gerade die Greifvogelschau an, während Marianne Keller zwischen den Marktständen flaniert. «Später wollen wir dann die Exkursion be­suchen», erzählt sie. 

  • Bernhard Barmet
    Bernhard Barmet
  • Bernhard Herzog
    Bernhard Herzog
  • Inga Breitung und Doris Jansen
    Inga Breitung und Doris Jansen
  • Marianne Keller
    Marianne Keller
  • Maria-Theresia Gschwind
    Maria-Theresia Gschwind
  • Hedy Obrist und Reinhard Engler
    Hedy Obrist und Reinhard Engler

Süssmost frisch ab Presse

Die Mostpresse ist von einer neu­gierigen Kinderschar umringt. Auch Familie Gschwind schaut gespannt zu, wie die Äpfel gepresst werden. Mutter Maria-Theresia findet es wichtig, dass ihre Sprösslinge wissen, woher der Apfelsaft kommt. Das Erlebnis wird durch die Süssmost-Kostprobe abgerundet: «Dieser Apfelsaft schmeckt natürlich viel frischer als derjenige aus dem Laden», so das Fazit von Maria-Theresia Gschwind. Davon sind auch Reinhard Engler und Hedy Obrist überzeugt. Das Paar hat zuhause selbst eine kleine Obstbaumanlage und stellt aus der jährlichen Ernte frischen Apfelsaft her. Der Obstbau ist bisher lediglich ein Hobby. Trotzdem interessiert es die beiden, welche Obst- und Baumsorten es gibt. «Wir lassen uns am heutigen Tag einfach Mal inspirieren», berichtet Hedy Obrist aufgestellt.


Im Bann der Greifvögel

Elia Biland ist ein Wochenende bei seiner Grossmutter zu Besuch. Ein gemütlicher Herbstausflug an den «Moschtitag» hat sich so einfach er­geben. Zur Hauptattraktion zählt für die beiden auf jeden Fall die Greifvogelvorführung. Elia darf den eindrücklichen Vogel sogar höchstpersönlich auf dem Arm halten. «Das war schon cool», erzählt der Junge begeistert. Ein schüchterner Seitenblick zur Mostpresse verrät: Gedanklich ist Elia wohl schon wieder einen Schritt weiter. Die Natur hält nun mal unzählige spannende Überraschungen bereit.

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