So gehts weiter mit dem Tower

Kommt er, der Tower? Oder kommt er doch nicht? Und wenn ja – wann ist es so weit? Haben die Vorarbeiten begonnen?

Der Tower als zukünftiges Ausrufezeichen
Der Tower als zukünftiges Ausrufezeichen (Bild: zVg)

von
Peter Belart

02. Dezember 2015
09:03

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Es ist kein Geheimnis: Die Hotelsituation in der Region Brugg präsentiert sich nicht gerade komfortabel. Die Bettenzahl ist insgesamt dürftig, und in Sachen Komfort ist das Angebot solid, aber nicht gerade berauschend. Dieser Umstand stellt für jene Personen kein Problem dar, die sich auf einer Velotour durch die Schweiz befinden oder auf ihrer Fernfahrt von Holland nach Italien in Brugg Zwischenstation machen und hier nächtigen wollen.

Anders sieht es aber aus, wenn zum Beispiel das PSI für ausländische Wissenschaftler eine Unterkunft benötigt, wenn Industriekonzerne für Geschäftspartner, wenn die Fachhochschule für Gastdozenten oder wenn das Campussaal-Team für Kongressteilnehmer oder Künstler Übernachtungsmöglichkeiten benötigen. Da sind Landgasthöfe oder Bed-and-Breakfast-Optionen nicht angebracht.

Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass hierzulande mit einer gewissen Ungeduld auf die Realisierung des Projekts «Tower» gewartet wird. Denn das 15-stöckige Gebäude wird in seinen unteren Etagen einen Gastronomie- und eben einen Hotelbetrieb aufweisen. (Die oberen Stockwerke sind für Wohnungen vorgesehen.) Die Rede ist von einem Hotel der gehobenen Mittelklasse. Professionell geführt. Ein Hotel, das den Ansprüchen der oben skizzierten Klientel gerecht wird.

 

Von der Grobplanung zum Baubeginn

Einem so umfangreichen Bauprojekt geht selbstverständlich eine lange Planungs- und Evaluationszeit voraus. Ausserdem behält sich die Bauherrschaft verschiedene Optionen für einen Zwischenhalt oder gar für einen Übungsabbruch offen, geht es doch um ein Investitionsvolumen in der Grössenordnung von 75 Millionen Franken. Immerhin hat die Projektleitung unter Rolf Henggeler einige Eckdaten festgelegt. Sie stehen im «provisorischen Grobterminprogramm».

Bereits im März 2014 fiel ein erster wichtiger Entscheid. Sechs Architekturbüros hatten aufgrund der Vorgaben je ein Ausführungsprojekt vorgelegt. Die Bauherrschaft hatte ein Beurteilungsgremium beauftragt, die eingegangenen Lösungen zu bewerten. Die Evaluation ergab einen klaren Favoriten: Die Lösung der Architekten «Schneider Schneider, Aarau» überzeugte die Jury; ihr Vorschlag wurde in der Folge weiter bearbeitet. Das Vorprojekt wurde am 24. Juni 2015 abgeschlossen.

Die weitere Terminierung sieht die Baueingabe in der zweiten Aprilhälfte 2016 vor. Darauf folgt das ganze Bewilligungsverfahren. Dieses soll im Spätherbst 2016 abgeschlossen sein, so dass am 2. Dezember 2016 mit der Baubewilligung die Baufreigabe erfolgen kann.

 

August 2019 – und dann?

Für die gestaffelten Ausschreibungen, die Submission und die Vergabe ist der Zeitraum April 2016 bis Juli 2017 vorgesehen. Ein ganz wichtiges Datum ist der 19. Januar 2017. Im Terminprogramm steht dazu lapidar «Baustart». Danach ist eine Bauzeit von 122 Wochen zu erwarten, also deutlich mehr als zwei Jahre. Anschliessend folgen noch Abschlussarbeiten und Tests. Wenn alles nach Plan läuft, erfolgt die Übergabe des Towers an die Bauherrschaft am 16. August 2019. Also: Der Tower kommt – eventuell sogar ein wenig früher als geplant!

Fest steht schon heute, dass der Tower eine bestimmende Funktion im Siedlungsraum Brugg-Windisch haben wird, so wie dem ganzen «Campus» mit seinen verschiedenen Baufeldern eine neue Zentrumsfunktion zukommt. Die Zukunft wird weisen, welche politischen Konsequenzen sich aus dieser Tatsache ergeben.

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