«Switzerland Innovation» in Villigen

Meilenstein: Der Startschuss für den Schweizerischen Innovationspark «Switzerland Innovation» ist erfolgt. Aargauer Standort ist der «Park innovAARE» in Villigen.

Visionär: So könnte sich der Park innovAARE in seinem Endausbau präsentieren
Visionär: So könnte sich der Park innovAARE in seinem Endausbau präsentieren (Visualisierung: innovAARE)

von
Peter Belart

07. Januar 2016
03:43

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Wenn sich so viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Forschung die Ehre gibt, muss das einen ganz besonderen Grund haben:

Vertreter des Stände-, des National- und des Regierungsrats, dazu mehrere Gemeinde- und Stadtammänner: Damit ist erst die politische «Fraktion» umschrieben, die sich im ersten Gebäude des Parks «innovAARE» einstellte. Tatsächlich gab es nur gerade vier Monate nach der Einweihung besagten Gebäudes bereits wieder Anlass zum Feiern.

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann hatte in Bern den offiziellen Start von «Switzerland Innovation» verkündet, einem Verband von fünf Standorten, wo innovative Ideen zu marktfähigen Produkten entwickelt werden sollen. Dazu bietet «Switzerland Innovation» in- und ausländischen Unternehmen die besten Standorte in der Schweiz: erstklassig erschlossen, hochschulnah, entwicklungsfähig und attraktiv gelegen. Konkret geht es um die Standorte Zürich, Basel, Biel, Lausanne – und Villigen!

 

Umfangreiche Möglichkeiten der Zusammenarbeit

Zum Standort Villigen schreibt «Switzerland Innovation»: «Gelegen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Paul Scherrer Institut PSI und dessen Grossforschungsanlagen profitieren der Switzerland Innovation Park innovAARE und die dort angesiedelten Unternehmen von den umfangreichen Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit führenden Köpfen in vier Innovationsschwerpunkten: Beschleunigertechnologie, Advanced Materials & Processes, Mensch und Gesundheit sowie Energie. Ergänzt um die herausragenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Kantons Aargau ist der Switzerland Innovation Park innovAARE die erste Wahl für technologie- und forschungsaffine Unternehmen.»

 

Sich auf Neues einlassen

Als Verwaltungsratspräsident der «innovAARE AG» begrüsste Hubert Zimmermann die Anwesenden. Er betonte: «Die Dachmarke Switzerland Innovation ist besonders für die internationale Vermarktung von grosser Bedeutung.» Und er fuhr fort: «Der Park innovAARE hat bei der Akquisition von Firmen Fortschritte erzielt, und die Planung des Bauprojektes wurde konsequent vorangetrieben.»

  • Daniel Kündig, CEO der innovAARE AG
    Daniel Kündig, CEO der innovAARE AG (Bilder: pbe)
  • Hubert Zimmermann, Verwaltungsratspräsident der innovAARE AG
    Hubert Zimmermann, Verwaltungsratspräsident der innovAARE AG
  • Regierungsrat Urs Hofmann
    Regierungsrat Urs Hofmann
  • Ständerätin Pascale Bruderer
    Ständerätin Pascale Bruderer
Daniel Kündig, CEO der innovAARE AG Hubert Zimmermann, Verwaltungsratspräsident der innovAARE AG Regierungsrat Urs Hofmann Ständerätin Pascale Bruderer

Regierungsrat Urs Hofmann erinnerte an den kürzlich bekannt gewordenen Abbau von 1300 Stellen bei GE/Alstom und sagte: «Was mir trotzdem Hoffnung macht, ist die Bereitschaft der Schweizer Wirtschaft, sich auf Neues einzulassen. Im europaweiten Ranking der Innovationsfähigkeit liegt die Schweiz 2015 erneut an der Spitze. In der Schweiz werden jährlich 18 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Das sind drei Prozent des Bruttoinlandproduktes.»

In diesem Kontext hob Hofmann die starke Stellung der KMU und der Grossbetriebe hervor. Sie ergänzen die entsprechenden staatlichen Anstrengungen in hohem Masse.

 

Nie stehen bleiben

Hofmann kam auf die Frankenstärke zu sprechen und hielt fest: «Für viele Firmen wäre es naheliegend gewesen, bei den Forschungs- und Entwicklungsaufgaben zu sparen. Doch für die meisten Firmen ist klar: Ein Innovationsstopp bringt zwar kurzfristig eine Entlastung, langfristig jedoch grössere Wettbewerbsnachteile. Um international bestehen zu können, darf man nie stehen bleiben.» Hofmann nannte die Innovationsparks «Brutstätten für innovative Lösungen». Es gehe darum, teure Forschungs- und Laborinfrastrukturen optimal zu nutzen und den Austausch und die Vernetzung zu fördern.

«Unser Wohlstand ist keine Selbstverständlichkeit. Er muss kontinuierlich erarbeitet und immer wieder gesichert werden.»

 

Ideen zum Fliegen bringen

Ständerätin Pascale Bruderer Wyss stellte ihre Betrachtungen unter den Titel «Ein grosser Tag für die Innovationslandschaft Schweiz». Sie legte den Schwerpunkt auf den nationalen Kontext des Innovationsparks: «Wir nehmen da eine Pionierrolle ein. Der Innovationspark wird die Schweiz ohne Zweifel vorwärts bringen. Hier werden Ideen zum Fliegen gebracht.»

Weitere Stichworte aus ihrer Ansprache waren «Forschung auf höchstem Niveau», «Menschen zusammenbringen» oder, auf gut Schweizerdeutsch: «lefere, ned lavere». Bruderer sagte, es liege in der Verantwortung des Staates, optimale Rahmenbedingungen für die hier umzusetzenden Ideen zu schaffen.

 

Bildung als Grundlage

Als CEO des Parks «innovAARE» verwies Daniel Kündig auf das bemerkenswerte Tempo, mit dem die grundlegenden Ideen umgesetzt würden: «Wir laufen hier einen Marathon. Und wir gewinnen ihn im 100-Meter-Tempo.» Bildung sei der Schlüsselbegriff, der Grundstein für Innovationskraft. All das bilde den Garant für unsern Wohlstand. Auch Kündig kam auf die engen Verbindungen zur Wirtschaft und zu den in unmittelbarer Nähe angesiedelten Bildungs- und Forschungsinstituten zu sprechen. «Es geht aber nicht um Gebäude; es geht um Inhalte.»

Das Servicepersonal brachte gefüllte Gläser, und Daniel Kündig sprach einen Toast aus auf den Erfolg und die Ausstrahlung des Innovationsparks.

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